Schleusenkräuter
„Der Schluck für Schleusenzeit“
40 % vol. Wartezeit, veredelt. Seit Generationen von Bootsurlaubern an deutschen Binnenschleusen ignoriert, jetzt endlich in Flaschenform: Schleusenkräuter – der Kräuterschnaps, der genau so lange braucht wie eine Schleusung, aber deutlich besser schmeckt.
53°38′ N · 12°58′ O — Start: PriepertZurück im Hafen
Das Floß liegt wieder sicher in Priepert, die Crew ist von Bord. Die Geschichten dieser Tour werden gerade sortiert und in eine erzählbare Version gebracht – die nächste Fahrt ist mit ziemlicher Sicherheit schon in Planung.
10 Jahre Bootstour
Summerfeeling pur, seit einer Dekade
Aus unserer Abifahrt 2016 ist eine Institution geworden: 2026 heißt es zum zehnten Mal „Leinen los“ – mit einem Großteil der Original-Crew, denselben Diskussionen über die Vorfahrtsregeln an der Schleuse und, neuerdings, mit eigenem Kräuterschnaps. Dieses Motiv ziert dieses Jahr das offizielle Crew-Shirt.
Aus der Schleuse in die ganze Welt
Eine (weitgehend wahre) Entstehungsgeschichte
Es war die Abifahrt 2016, eine laue Sommernacht vor der Schleuse Mirow. Acht Männer, ein Boot, null Ahnung, wie lange so eine Schleusung eigentlich dauert. Nach der dritten Runde „Sind wir jetzt oben oder unten?“ war klar: Diese Wartezeit braucht Veredelung. Aus Bordvorräten, gutem Willen und einer gehörigen Portion Verzweiflung entstand die erste Charge Schleusenkräuter – und ist bis heute die einzige Spirituose, die offiziell nach Wasserstraßenverkehrsordnung gebraut sein könnte, wäre das nicht ausdrücklich verboten. Zwei aus der Gründungscrew sind der Tradition inzwischen leider abhandengekommen – Job, Familie, Umzug, die üblichen Ausreden. Der Rest legt bis heute jedes Jahr ab.
So schmeckt Schleusenzeit
Verkostungsnotizen von Leuten, die eigentlich nur aufs Klo mussten
Nase
Diesel, Dill und ein Hauch von Bootslack. Sehr maritim, sehr ehrlich.
Gaumen
Poller-Rost trifft Pfefferminz. Kräftig genug, um jede Anlegepanik zu betäuben.
Abgang
Lang. Sehr lang. Ungefähr so lang wie die Wartezeit vor der Schleuse an einem Sonntagnachmittag.
Wirkung
Macht aus jedem Landratten-Manöver eine Geschichte, die beim nächsten Schleusenwärter für Aufsehen sorgt.
Zutaten
100 % Bordvorrat, streng geheimes Rezept
Nach original Kombüsen-Rezeptur, seit der ersten Tour unverändert (behaupten wir zumindest):
- Wacholder, gepflückt in Sichtweite des Schleusenwärterhäuschens
- Ein Schuss Dieselgeruch (rein olfaktorisch, versprochen)
- 6 Teile Vorfreude auf den nächsten Landgang
- 1 Prise Poller-Rost, für die Mineralstoffe
- Destilliertes Elbe-Havel-Wasserstraßen-Wasser (gefiltert!)
- Eine großzügige Menge Optimismus bezüglich der Wetter-App
Die Crew
Verkostungskomitee, Schleusenwarte und moralische Unterstützung
Lennart
Leert eigenhändig sämtliche Flaschen an Bord – reine Sicherheitsmaßnahme, damit sie besser schwimmen. Hat nebenbei auch noch das Boot im Griff.
Henrik
Zuständig für Leinen, Fender und die Aussage „Das schaffen wir locker“ kurz vor jedem Anlegemanöver.
Patrick
Bringt die Boxen und die gute Laune. Hat außerdem diese Website gebaut, während er eigentlich schon hätte packen sollen.
Jonas
Plant den Einkauf für sechs Personen, kauft für zwölf. Trägt die Verantwortung für den Kühlbox-Frieden.
Till
Kennt jede Handkurbel persönlich und mindestens eine Schnapsidee pro Schleusung.
Florian
Zuständig für Getränke in möglichst unüblichen Gefäßen – Eimer, alte Kanister, notfalls die hohle Hand. Und natürlich für Schleusenkräuter.
Wo wir hinfahren
Mecklenburgische Seenplatte, Start ab Priepert
Wie jedes Jahr geht es auf die Mecklenburgische Seenplatte – eines der größten zusammenhängenden Wassersportreviere Europas, gefühlt aber hauptsächlich bekannt für seine Schleusen, die genau dann kommen, wenn man gerade angefangen hat, sich einen Schleusenkräuter einzuschenken.
Startpunkt ist traditionell Priepert – von dort geht's über Seen, Kanäle und diverse Schleusen quer durch die Region, mit dem festen Ziel, möglichst viele Anlegestellen, Kioske und Bäckereien zu testen.
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